Erich on tour

Erich ist seit dem 12. April auf dem Appalachian Trail. Hier veröffentliche ich seine Nachrichten und  versuche seine Reise und den Fortschritt auf seiner 3500 km langen Wanderung zu zeigen.

Eine detaillierte Beschreibung des Appalachian Trail mache ich hier nicht. Ich verweise auf die offiziellen Seiten, wo es gute Übersichten und auch einige spektakuläre Bilder zum Trail gibt:

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Appalachian_Trail

Wikimedia (öffentliche Fotos): https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Appalachian_Trail?uselang=de

Offizielle Organistion: http://www.appalachiantrail.org/

Ein guter Reisebericht: http://www.fastpacking.de/trails/appalachian-trail-at-von-georgia-nach-maine/

Bei Fragen bitte bei mir melden: markus(klammeraffe)dr-feelgood(Punkt)ch

Die erste Nachricht kam am 12. April, nach der Anreise nach Atlanta:

„Hallo Zämä. Ich bin über Island nach Boston geflogen. Den Anschluss in Boston habe ich verpasst und die Nach auf dem Flughafen verbracht. Von Atlanta nach Gainesville. Heute geht die Wanderung los. Visa bis 1. November. Lg. Erich“

Das erste Etappenziel:

„Bin am ersten Etappenziel angekommen. Nach den ersten schönen Tagen folgte Regen und heute auch noch Schnee. Gewöhne mich langsam an das Gewicht des Rucksacks. 5 Tage Wildnis!! Heute kann ich in einem Hostel übernachten. Lg. Erich“

Auf die Nachfrage:

„Bin im Hotelzimmer bei ca. 35 Grad aufgeheizt in Franklin“

„hallo ihr lieben
nun bin ich einen ganzen monat auf dem trail. zeit zurueck zu schauen.
der beginn in georgia war recht hart. viele steile steigungen und ebenso viele abstiege. wettermaessig hatte ich alles gehabt. von kalten tagen mit schnee bis zu heissen tagen. regen der alles durchnaesste. gewitter und starke winde. zur zeit ist es angennehm warm. Die landschaft war zuerst vor allem braun. die meisten baeume waren laublose eichen. daneben hatte es viele rhododendren. in den great smocky mountains aenderte sich die vegetation und es hat auich viele fichten und andere nadelhoelzer. in den tieferen lagen ist es schon recht gruen. auch bluehen viele blumen. auch einige rhododendren. zum teil ist alles mit weissen bluemchen ueberwachsen. dazwischen hat es farbige, rote, lilaund gelbe blumen.
die great smockys waren weniger schwierig als ich gedacht habe. zwar musste ich die route aendern und einen langen weg machen, weil der eine shelter geschlossen war wegen aggressiven baeren. ansonsten haten wir glueck mit dem wetter, da es in den bergen doch recht kalt werden kann. im park habe ich schoene begegnungen mit tieren. ich sah hirsche, die weideten am morgen gleich neben dem shelter. auch kleine wildschweine habe ich gesehen. und am letzten morgen in den smockys sah ich einen baeren. (werde von vielen hikers deswegen benieden) einen baeren habe ioch bei der fahrt nach gatlinsburg gesehen. aber das war vom aute aus und ich sah ihn nicht gut. taeglich sehe ich streifenhoernchen und rote und graue eichhoernchen. weniger begeistert bin ich von den maeusen die in den shertern ihr unwesen treiben. die vogelwelt ist recht vielfaeltig. ich sah auch schon einen knellroten vogel mit schwarzen fluegeln. spechte hoert man immerzu. die waelder sind ein paradies fuer sie. ueberall lioegen baeume herum und viele abgestorbene baeume stehen herum. in gewissen gebieten hat es gebrannt und ich musste stundenlang durch abgebrantes gebiet gehen. die landschaft ist grandios. von den gipfel der berge sieht man so weit das auge reicht nur waelder.
von den menschen die ich begegne: auf dem weg hat es natuerlich die verschiedesten menschen. zum teil gehen wir in etwa dem selben tempo. dann sehen wir uns ein par tage nicht und treffen irgendwo wider aufeinander. es gibt auch extrem hikers die viele kilometer pro tag hinter sich bringen. unterwegs begegnet man immer wieder menschen die einen aufmuntern und anfeuern. wo der weg auf strassen trifft, stehen oft autos da, darum stuehle und tische. dann wird man eingeladen zu hmburger, hot dog und suessem. daneben getraenke und frisches obst. das sind immer willkommene  verpflegungen. mit dem essen habe ich es langsam im griff wann ich was essen soll um nicht in ein hypo zu fallen.
ich nutze meist die moeglichkeit in den hostels zu uebernachten. dann gibt es eine dusche und ich kann die kleider waschen. sonst brauche ich mich nicht zu waschen. ich bin eh immer nass. entwweder vom regen oder vom schwitzen. beim bergauf gehen tropft es bei jedem schritt. da ist wohl eine leitung nicht mehr ganz dicht.
das gewicht des rucksacks ist eigentlich immer noch zu hoch. sobald ich die berge hinter mir habe werde ich den schlafsack nach hause schicken und nur noch einen leichte brauchen. mein re knie macht immer noch probleme. habe jetzt eine bandage gekauft und hoffe dass es hilft. zum ausgleich schmerzt die li huefte. auch mus ich den verlusst von zwei zehennaegel beklagen. bei den langen abstiegen sind sie blutunterlaufen. aber das ist nicht weiter tragisch.
einen trailnamen habe ich noch nicht. das eilt nicht. die naechste strecke ist auch wieder recht anspruchsvoll. aber meine fitness hat sich doch verbessert und so faellt es mir etwas leichter die steigungen zu bewaeltigen.
so das wars. ich werde versuchen am montag nochmals an den pc zu gelangen.
ich hoffe euch geht es allen gut und jolanda hat sich in der neuen wohnung schon etwas eingelebt.
lasst alle gruessen.
liebe gruesse aus hot springs.
erich“

19.6.2018: Leider waren Sandra und ich in letzter Zeit ziemlich ausgelastet und uns fehlte die Energie hier weiter zu fahren. Doch jetzt geht es weiter. Die Aktualisierung der Karte folgt morgen.

Sorry und liebe Grüsse

Die Nachricht vom 21.5.2018:

hallo zusammen

bin 2 tage von erwin. leider regnet es auch in den naechsten tagen. gehe trotzdem weiter. mache jetzt zw. 14 bis 18 meilen am tag. die wege sind hier etwas besser. weniger steil und weniger steinig. die stoecke sind eine gute hilfe kommen aber gelegentlich vor die beine.
tiere sehe ich meist ehre kleine. aber habe auch schon eine 2 meter schlange gesehen.
ich hoffe in etwa einer woche in damascus zu sein. dort waren letzte woche die trail tage.
mein knie spukt immer noch aber es ist nicht geschwollen.
esse nun vitamin und magnesium.
die aussichten von den bergspitzen sind super.
liebe gruesse
erich

Nachricht vom 31.5.2018

hallo zusammen
bin nu n in Damascus angekommen.
leider ist das wetter weiter sehr nass. den ganzen tag im regen laufen ist nicht sehr angenehm. am morgen in nasse socken, nasse schuhe und nasse kleider zu steigen braucht ueberwindung. am abend sind die fuesse aufgeweicht und die naegel loesen sich vom nagelbett.
so muss ich wenn moeglich in ein hostel um alles zu trocknen.
hier in Damascus habe ich ein super hostel gefunden. alles ist wieder trocken und gewaschen. auch habe ich ein packet in den norden gesendet mit den warmen kleider und habe einen leichteren schlafsack gekauft. so kann ich etwas an gewicht einsparen.
die letzten meilen waren ganz gut zu gehen. bin nun in Virginia. das ist auch der  staat mit den moisten meilen. die gegend waere schoen, wenn es nicht so viel regnen wuerde.
aber noch bis sonntag, dann sollte es trockener sein. die naechste etappe ist 60 meilen bis ich wieder gelegenheit habe etwas einzukaufen.das bedeutet auch viel essen mitzunehmen.
ich hoffe dass ich nun auch mehr meilen gehen kann. die wege waren sehr rutschig. bin auch schon ausgerutscht und gefallen. habe mich aber nicht verletzt.
zum teil sind die steine rutschig oder aber die wurzeln. die wege sind oft ueberflutet und voller morast. (jedes kind wuerde sich freuen darin herum zu springen)
laestig warden die muecken und Bremen und alle anderen stechviecher.
habe wieder tolle menschen kennen gelernt.
als ich in Hampton der strasse entlang zum mc Donald ging, helt ein auto. der fahrer gab mir eine flasche eistee und 5 dollar. einfach so!!!
scheinbar sehe ich etwas beduerftig aus.
die wege fuehren meist durch die waelder. oft ist es dann recht dunkel und ich bin froh wenn wir mal auf eine weide kommen. bin immer wieder von der weite des lands beeindruckt. oft siehst du nur waelder. manchmal ein haus dazwischen. autolaerm ist fast angenehm.
in den ortschaften schlage ich mir den magen voll mit suessgetraenken und kalorienereichem essen.
nach einem tag ohne wander habe ich das beduerfnis weiter zu gehen. wenn ich in einem hostel bin wuerde ich am liebsten noch laenger bleiben.
ich hoffe bei euch ist alles bestens und ihr habt etwas besseres wetter. melde mich dann wieder in ca einer woche. je nach dem wie rasch ich vorankomme.
viele liebe gruesse
erich

Nachricht vom 18.6.2018

hallo zusammen
nun habe ich schon ueber 700 meilen hinter mir, noch ein tag und ich habe einen drittel.
die letzten etappen waren hart. zum teil ueber steinige wege die nicht als weg zu bezeichnen sind. in zwei tagen dreimal umgefallen und meherer male konnte ich einen sturz nur knapp vermeiden. die steine waren rutschtig und dann hat esauch noch so viele wurzeln und morast. man kommt dann auch kaum voran. die letzten tage waren auch hart, weil es sehr steil auf und ab ging. zum teil eine echte kletterei die alles vorherige in den schaten stellt. bin auch auf der aussichtsplatform gewesen mcafee knob. das ist der spot wo alle ein foto machen. vom rand des felsen mit einer grandiosen aussicht. aber eben, es ist nicht gratis. man muss sich den weg erkaempfen. habe mehrerer 30 km tage hinter mir. nun bin ich in daleville in einem hotel. muss morgen wegen neuen schuhen schauen meine loesen sich auf.
auf dem weg habe ich nun auch neben verschiedenen kaefer auch viele rehe gesehen. und auch eine grosse klapperschlange. sie lag gleich neben dem trail. ich bin vorbei und sie begang zu klappern. es ist erstaundlich wie man mit einem schweren rucksack einen sprung machen kann. und das adrenalin wirkt dann ganz gut beim gehen. dafuer habe ich eine landschildkroete gesehen. heute hatte ich eine kleine schlange mit einem shwarzen kopf gesehen. was immer wieder schoen ist wenn in der nacht die leuchtkaefer aufleuchten. wie ein kleines feuerwerk.
den husten habe ich im griff. dafuer habe ich nun schmerzen am li aussenrist. kommt vom ausrutschen auf den steinen. panzerband hilft auch hier etwas linderung zu bringen.
das wetter war in den letzten tagen richtig schoen. so kann ich nun auch laenger wandern. nach 12 stunden bin ich aber schon auf den felgen. wenn ich an einem schoenen ort bin oder ein schoenes hostel gefunden habe wuerde ich am liebsten gleich eine weile bleiben.
bin auch immer wieder daran mein gepaeck zu opimieren. aber wenn man erst nach 4 tagen wieder in einen ort kommt, muss mann genuegend essen mitnehmen. und das ist schwer. vor ein paar tagen war ich in einem restaurant. fuer 16 dollar konnte mann essen bis zum geht nicht mehr. und das bei einer super amerikanischen kost.
zum teil treffe ich bekannte wanderer immer wieder. manchmal gehen wir auch einige tage zusammen. haben auch schon einen schontag gamacht. mit nur dem noetigsten liessen wir uns zu einem ausgangspunkt fahren und sind dann zum hostel zurueckgegangen. das macht das wandern bedeutend angenehmer. aber das ist eine ausnahme.
ich merke halt das ich nicht mehr 20 bin. die jungen sind beim bergauf immer viel schneller. ich muss meine kraefte einteilen. und wenn der energielevel sinkt wird mir schwindlig und ich muss einen powerrigel essen. auch trinke ich literweise wasser. zum teil sind die quellen weit ausseinander. dann muss ich 2 liter mitschleppen.
so das war es wieder einmal. schaue morgen nochmals ins mail. habe selten eine gute verbindung. und wenn ich tagesmaersche von einer ortschaft weg bin ist auch die verbindung schlecht oder nicht vorhanden.
ich wuensche euch allen schoene tage und viele liebe gruesse.
ch (erich)

Und der Nachtrag vom 21.6.2018

hallo zusammen
habe neue schuhe gekauft, die haare geschnitten und eingekauft. morgen kann es weiter gehen. die strecke scheint anspruchsvoll zu sein. mal sehen.
hier ist es heute sehr heiss und sehr feucht. geniesse die zeit im hotel (mit pool)
schoene sommertage und liebe gruesse
ch

Und der Nachtrag vom 22.6.2018

hallo zusammen

da laueft ja was Bei euch. mein fuss ist besser. er schmerzt nur noch wenn ich drauf stehe. haha. wenn der Regen nicht waere und die sau stechfliegen, koennte es angenehm sein. Zum teil ist es anstrengend wenn die luftfeuchtigkeit hoch ist. in den waeldern ist es eh angenehm. schade Dass ich am sommerfest nicht dabei sein kann. ich lasse alle herzlich gruessen. sei vorsichtig beim toeffahren. liebe gruesse an Sandra. ch
ch

Die Nachricht vom 28.6.2018

hallo zusammen

ich bin nun in waynesboro. das ist kurz vor densheandoah nationalpark. der weg durch den park ist ueben 100 meilen lang. die letzten tage waren recht anstrengend. mit vielen aufstiegen. oben hatten man aber super aussichten. zwischendurch immer wieder regen. aber in einem ertraeglichen mass. durch den regen waren die wege sehr rutschig. meine neuen schuhe sind bequem und druecken nicht. die schwellung am li fuss bildet sich langsam zurueck.
die wege fuehren wieder oft durch felsen. das macht das vorankommen muehsam. sehe viele rehe, auich bambis, hasen und schlangen. laestig sind die stechfliegen und muecken. brauche halt insektenspray.
manchmal muss ich mich am morrgen motivieren aufzustehen, wenn ich weiss das es sehr anstrengend wird. aber einmal auf dem weg kommt man in einen rythmus und denkt an andere sachen. tagesettappen von ueber 30 km sind schon anstrengend gerade die letzten meilen kommen einem immer lange vor.
treffe auch spezielle menschen. viele hiker die den ganzen weg machen sehe ich immer wieder. dann hat es manchmal auch komische typen unterwegs. oft auch nur etappen hiker.
ich melde mich wieder wenn ich aus dem nationalpark bin.
bis dann wuensche ich euch schoene sommertage und allen einen lieben gruss.
ch

Nachricht vom 8.7.2018

hallo zusammen

hallo alle zusammen
ich bin nun in harpers ferry. das gilt als die mitte des trails. es war schon speziell die 1000 meilen marke zu uebeschreiten.
den shenandoa nationalpark hat mir sehr gut gefallen. die vegetation ist meist trocken und deshalb war es auch nicht einfach immer genuegend wasser zu finden. durch den park fuehrt eine strasse. meist in hoerweite des trails. wenn ich dann in der hitze einen berg hinauf kroch, wuenschte ich mir manchmal auch auf einem der motorraedern zu sitzen. der vorteil der strasse war, dass es ab und zu auch restaurants oder laeden hatte. dort konnte man sich verpflegen. ich habe den park mit grossen tagesdistanzen durchwandert. die wasserstellen und campingmoeglichkeiten waren beschraenkt.
der park wurde anfang 1900 errichtet. vorher hatte es einige familien die in dem gebiet wohnten. deshalb sieht man immer wieder verschiedene baeume, wie apfelbaeume die aber nur sehr kleine aepfel hervorbringen. die tiere sind sehr zutraulich. am morgen beim fruehstueck kamen manchmal rehe und asen gleich neben dem tisch. ich sah auch viele hasen. anfangs als der park eroeffnet wurde gab es nur noch 2 baeren. nun sind es einige hunert. ich habe etwa 10 gesehen. das schoenste erlebnis war eine baerenmutter mit 2 jungen und einem halbwuechsigen. sie waren direkt am trail. ich musste eine weile warten bis sie weg waren. ich wollte nicht zwischen mutter und kinder geraten. nun geniesse meinen wanderlosen tag. ich musste aber meine matte reparieren. sie hatte ein kleines loch. auch die schuhe benoetigen leim. bei den steinen rutscht man oft ab, und es hatte auch etwas geregnet. nun muss ich sie leimen.
bloede ist, dass meine uhr den geist aufgegeben hat. ich werde sie nach hause senden. so habe ich immer etwas zu tun. heute war ich noch im at zentrum. habe ein foto gemacht. das kommt dann in das jahresbuch.
harpers ferry ist eine schoener kleiner ort. er war im buergerkrieg ein umkaempfter punkt. der ganze ort ist wie ein museum. die lage zwischen den zwei fluessen shenandoa und Potomac, ist auch sehr schoen.
morgen plane ich weiter zu gehen. die strecke ist nun etwas flacher und ich hoffe ich kann einige meilen mehr am tag machen. aber so um die 20 meilen ist meist genug fuer mich. das wetter ist schoen und es ist recht heiss. da braucht es etwas mehr zeit und pausen. ich trinke jeden tag mehr als 5 liter. aber die schwitze ich meist gleich wieder aus.
habe hier in harpers ferry wieder einige hikers getroffen die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. die meisten sind tolle personen. aber es hat auch ein paar deppen.
im letzten hostel habe ich noch etwas fussball geschaut. sonst krige ich nicht so viel mit. brauche ich auch nicht.
nun wuensche ich euch schoene tage und sende viele liebe gruesse.

ch

erich


Beim Pfeil ist die Hälfte des Trails. Erich ist jetzt bei Harpers Ferry durch.

hallo zusammen

Ich bin hier in Palmerton. Ich war bei einem arzt um abzuklaeren was mit meinem fuss ist, und nach einem sturz, mit meinem kleinen finger. Scheint nichts gravierendes zu sein. Am besten waere es, laengere zeit den fuss nicht zu belasten. Das ist nicht moeglich. So habe ich selber eine fussstuetze gebastelt. Ich hoffe die hilft dann etwas. Die wege sind zum teil extrem felsig. Die reinsten klettertouren. Und da es immer wieder regnet, sind die steine sehr rutschig. Es dauert noch Eine weile bis ich die steinige strecke hinter mir habe. Vor mir habe ich noch 931.9 meilen.
Ich muss dann noch neue stoeke kaufen. Ein stock ist gebrochen. So habe ich immer etwas zu tun. Schwierig ist es, wenn alles nass ist. Die kleider und die schuhe. Ich kriege sie kaum mehr trocken. Ich koennte sie in die schweiz schicken, dort ist es ja extrem trocken und heiss. Jetzt sind es noch ca 37 meilen dann komme ich in den staat New York.
Zum teil bin ich schon recht muede. Aber sobald ich auf dem trail bin vergeht die muedigkeit. Momentan ist es etwas schwierig zu wasser zu kommen. Einige quellen koennen nicht genutzt werden. Hier wurde zink abgebaut und das wasser ist ungenissbar. Bei warmem wetter muss man nun gut aufpassen wegen den schlangen. Ich habe an einem ort gleich 3 klapperschlangen gesehen. Und als ich mit blueliner, einem anderen hiker, eine pause machte, haben wir eine copperhead schlange gesehen. Das ist die andere giftige schlange, die hier heimisch ist.
Nun hoffe ich, dass sich das wetter etwas bessert. Ich schlage mir den magen mit kalorien und eiweiss voll, damit ich gestaerkt die naechste etappe in angriff nahmen kann.
Ich wuensche euch allen Eine gute zeit und liebe gruesse.

ch, vater, erich, eh

Nachricht vom 9.8.2018

hallo zusammen

Ich bin hier in Kent. Habe nun 2/3 des weges hiter mir. Fuehle mich im moment recht ausgelaugt und meine motivation und stimmung war auch schon besser. die strecke in new York war aeussert anstrengend. Sie sah zwar recht flach aus, war aber mit vielen auf und abs. Die steigungen waren echte klettertouren. Dazu kommt dass es sehr heiss und drueckend ist und immer wieder gewittert. Das beguenstigt die muecken. Bin total verstochen. Und nun hat mein rucksack auch noch einen schaden an den traegern. Ein laden ist weit und breit keiner. Habe mit hilfe einen neuen rucksack bestellt. Kann ihn in ca 4 tage auf einer post holen. Er ist leichter und ich hoffe, dass das meine stimmung wieder etwas hebt. Durch die umstaende konnte ich auch nicht so viele meilen machen wie ich wollte.
Zum glueck treffe ich immer wieder gute hikers. Hatte in den letzten tagen glueck und wurde von verschiedenen leuten mit essen versorgt. Die gegend hier ist sehr schoen. Die berge sind nicht ganz so hoch. Es hat viele seen. Meist sind es moorseen. Ueberall sind die heidelbeeren reif. Tiere sieht man etwas weniger, aber ich begegne doch immer wieder baeren und schlangen.
Durch die hitze muss man viel trinken. Das schwemmt aus. Habe etwas muehe meinen elektrolytenhaushalt auszugleichen.
Am 1. august war ich am kaempfen mit den felsen und wuenschte mir ich sei in worben. Hatte dann zum glueck noch eine cremeriea gefunden und ein feines glace gegessen.
Suche nun wieder eine gute motivation und hoffe dass ich wieder etwas besser laufen mag.
Ich wuensche euch alles gute und weiter schoene tage.

viele liebe gruesse

ch erich

Nachricht vom 14.8.2018

hallo zusammen

Bin nun in great barrington. Habe hier meinen rucksack bekommen. Hat alles bestens geklappt. Es war auch noetig. Bei meinem alten rucksack sind einige meilen vor der stadt die traeger aus der halterung gerissen.
Die wanderungen sind sehr muehsam da es oft regnet. Die steine sind sehr rutschig und ich bin mehrmals fast gefallen. zudem ist die strecke zum teil wieder sehr steil und mit klettern verbunden. Die wege sind oft ueberflutet. In dieser gegend habe sie jetzt an einigen orte hochwasser. Ich bin zum glueck nicht direkt in das hochwasser gekommen.
Fuehle mich etwas schwach aber sonst geht es mir gut. Der fuss ist etwas besser da die wege nicht mehr so steinig sind.
Morgen geht es mit dem neuen rucksack weiter.
ich wuensche euch eine gute zeit und viele liebe gruesse.

ch

Nachricht vom 23.8.2018

hallo zusammen

Ich schreibe schon wieder. Habe aber gerade zeit.
Bin jetzt in Vermont. Habe die 600 meilen ueberschritten. Muss nun noch 580 meilen zuruecklegen. Fuehle mich wieder etwas staerker und hoffe dass ich die anspruchsvollen meilen in Vermont gut bewaeltigen kann.
Mein neuer rucksack ist zwar gut, aber eine nummer zu gross. Ich kann den bauchgurt nicht genuegend fest anziehen. Habe einfach zu wenig fett auf den rippen. Nun habe ich einen neuen bestellt. Die firma wollte ihn nicht umtauschen weil ich ihn schon gebraucht habe. Aber sie haben mir einen guten preis gemacht. Wenn ich den zweiten rucksack nicht verkaufen kann nehme ich ihn halt mit in die schweiz. Ich sende ihn nun in den norden sobald ich den neuen bekommen habe. Er sollte heute oder morgen auf der post sein.
Die wege hier in Vermont sind aeusserst schwierig zu gehen. Sie sind sehr sumpfig und rutschig. Bin ein paarmal fast gestuerzt und einmal richtig. Schoen in den morast. Juhuj. Die gegend scheint mir recht schoen. Es kommen nun die green mountain. Das wird schon noch etwas anstrengend.
Habe wieder sehr nette menschen kennen gelernt. Muss manchmal autostopp zur naechsten stadt machen. Das ist meist kein problem.
Nun geniesse ich den ruhetag und fresse mir einige kalorien an.
Ich wuensche euch alles gute und schoene tage.
Melde mich dann wieder sobald ich kann.

CH, erich, vater, eh, usw.

Nachricht vom 30.8.2018

hallo zusammen

Ich bin nun in rutland. Habe die meilen 500 ueberschritten. Das ist ein gutes gefuehl. Aber es ist zum teil sehr anstrengend.
Der 2.neue rucksack ist gut, obwohl er gerade past. Eigentlich haette ich die groesse „s“ nehmen sollen, aber dann ist der ruecken zu kurz. Wenn das wetter etwas kuehler wird und ich waermere kleider brauche, past der rucksack auch besser. Aber er rutscht nun nicht mehr ueber die huefte. Und das rueckenteil ist besser als bei meinem alten mamout rucksack.
Zu begin in vermount waren die wege extrem sumpfig aber nun sind sie besser zum teil sehr schoen. Die anstiege haben es in sich und zwischendurch auch mit kletterei. Von den Bergen hat man super aussicht. Viele huegel sind auch skigebiete. Tiere sieht man weniger. Ab und zu rehe oder schlangen und viele streifenhoernchen und eichhoernchen.
Das wetter war letzte woche recht gut. Nun soll es kaelter werden.
Ich bin hier in einem genialen hikerhostel. „yellow deli. Das morgenessen gibt es gratis und auch die unterkunft ist frei. Man kann geben was man will. Es ist eine cooperation und sie haben auch einen bauernhof. Am liebsten wuerde ich gleich hier bleiben.
Nach 6 tagen wanderung muss ich nun wieder einkaufen. Auf dem trail trifft man immer wieder nette menschen. Oft stehen auch hier am weg kuelboxen mit getraenken und chroemli fuer die hikers. Das geniesse ich sehr.
Meinen knien geht es recht gut da die wege nicht mehr so steinig sind. Der linke fuss schmerzt ab und zu. Ja auf dem weg gehoeren schmerzen dazu wie auch andere sachen.
Es gibt hier auch viele kleine seen. Wenn der campingplatz in der naehe ist geniesse ich das baden am abend.
Nun begegne ich auch vielen SOBO. Das sind die hikers die den weg von Norden nach sueden machen.
Durch die vielen steigungen ist es kaum moeglich fuer mich mehr als 2 meilen in der stunde zu schaffen. Aber ich komme doch voran.
Ich wuensche euch allen eine gute zeit und viele liebe gruesse

ch, erich, vater

Nachricht vom 6.9.2018

hallo zusammen

Ich bin heute in glengliff, nh angekommern und im hostel zum uebernachten. Hierhin habe ich auch meine warmen sachen geschickt, denn es geht nun in die white mountain. Die sind nicht so hoch wie die alpen aber steil und vom wetter her eher wie die alpen. Von hier bis zum ende sind es noch 400 meilen.
Vermount habe ich hinter mir gelassen und bin nun im staate new hampshire. Vermount war zuerst sehr sumpfig und hatte viele muecken. Dann kamen trockenere gegenden und die wege waren recht gut.
In hanover habe ich neue schuhe gekauft, die alten haben aufloesungserscheinungen und die sohle hat sich zu loesen begonnen. Der neue rucksack fuehlt sich gut an und die neuen schuhe druecken nicht.
In vermount habe ich nicht so viele tiere gesehen. Gestern morgen habe ich gleich drei baeren gesehen. Ein jungtier, ein grosser und einige zeit spaeter ein grosser baer auf einem baum. Als er mich bemerkte kam er mit einem affenzahn vom baum, landete nur 2 meter von mir auf dem boden und suchte dann das weite. Sonst sind mir noch wanderer begegnet die ausser schuhen und rucksack nichts anhatten. Hier scheint nackwandern auch moeglich zu sein. Im land der unbegrenzten moeglichkeiten.
Morgen packe ich meinen rucksack neu mit waermeren sachen und versuche ihn noch etwas leichter zu machen.
Koerperlich geht es mir recht gut. Ich habe zeitweise probleme mit meinen knien. Das gehoert halt zum at.
Ich hoffe euch geht es auch allen gut. Das wetter bei uns ist zur zeit sehr warm aber ich denke es wird bald kaelter. Die ersten baeume verfaerben sich bereits.
liebe gruesse

ch, erich, vater

Nachricht vom 25.9.2018

hallo zusammen

Ich hatte schon ein mail geschrieben, aber mit dem senden klappte es nicht.
Ich habe die withe mtn hinter mich gebracht. Da ging es mit den steilen bergen gleich weiter. Dann kam noch die schwierigste meile des ganzen at. Ein kleines tal gefuellt mit riesigen steinbloecken. Einen weg gab es nicht. Ueber oder unter den felsen hindurch. Manchmal auch wieder umkehren wenn es gar nicht mehr weiter ging. Es hat mir gefallen diese herausforderung anzunehmen. Das ganze hat aber viel kraft gekostet und am ende ging es dann noch steil den berg hinauf.
Nun bin ich in stratton. Ich habe heute die 2000 meilen grenze ueberschritten. Noch sind 200 vor mir. Davon sind 100 meilen in totaler wildnis. Kein ort weit und breit. Auch keine kontaktmoeglichkeiten. Zu beginn hat es noch einen bergzug zu bewaeltigen dann ist es meist sehr flach. Ich weiss aber nicht wie gut die wege sind. Ich denke sie werden oft sumpfig sein.
Das wetter hat sich geaendert. Es ist kalt geworden. Die temperaturen fallen in der nacht unter null grad. Gestern war ich frueh auf dem campsite und nach einem tee und dem essen bin ich um halb 7 in den schlafsack gekrochen. Ees macht muehe am morgen wieder aus dem warmen schlafsack zu gehen. Ich habe jetzt auch meine fruestueckflocken mit heissem wasser zubereitet. Es herscht seit ein paar tagen immer ein kraeftiger, kalter wind. Von den bergen hatte ich fantastische aussichten ueber das ganze land. Dann sehe ich wo ich noch raufkraxeln muss aber auch wo ich schon gewesen bin. Zum teil sind die wege wirklich steil und ich muss oft klettern. Aber jetzt kommt nur noch ein 4000 ft hoher berg. Die anderen sind dann kleiner.
Elche habe ich noch keine gesehen nur spuren von ihnen. Dafuer viele birkhuehner. Die laufen auch mal einen meter vor einem her.
Morgen mache ich noch einen ruhetag und dann geht es weiter. Meine knie sind die probleme. Von den vielen auf und abstiegen schmerzen sie. Ich hoffe sie halten die naechsten berge noch durch.
Wenn alles gut geht hoffe ich in ca 15-16 tagen zum ziel zu kommen. Ich melde mich nochmals, wenn moeglich von monson, vor den 100 meilen wildnis.
Ich wuensche euch schoene herbsttage und viele liebe gruesse

ch, erich, vater, eh

Nachricht vom 2.10.2018

hallo zusammen

Ich bin in momson angekommen. Das ist der letzte ort vor den 100 mi wildnis die vor mir liegen. Es gilt noch ein gebirgszug zu uebersteigen und ein kleinerer bevor es dann flach wird. Ich rechne mit 7 tagen wandern, hoffe aber dass ich es in 6 tagen machen kann. Kommt halt auf den trail an und wie sumpfig es sein wird.
Die letzte etappe konnte ich schneller erwandern und kann so heute einen ruhetag einlegen. Das ist um so besser da es heute regnet. Die letzten berge die ich ueberstiegen habe, waren zwar anstrengend, dafuer war die aussicht gewaltig. Und nun sind die waelder in allen rot-toenen gefaerbt. Ees sieht gewaltig aus. Ich koennte stundenlang dasitzen und schauen.
Der weg fuehrte auch ueber kleine fluesse die ich durchwaten musste. Das wasser war kalt, aber noch nicht eisig. Ich war die letzten tage mit einem anderen hiker unterwegs.
Nun muss ich essen einkaufen für die letzte etappe. Dann muss ich auch noch schauen wie ich nach hause komme. Ev mache ich noch ein paar tage irgendwo pause um einen guenstigen flug zu finden so dass ich in ca 14 tagen in der schweiz sein werde. Wenn ich aber eine gute verbindung finde um nach boston zu kommen, koennte es doch etwas frueher werden.
Ich melde mich wenn ich dann in millinoket bin. Vorher habe ich keine verbindung.

ch, erich, vater, eh

Nachricht vom 10.10.2018

hallo zusammen

geschafft !!!!!!!!!

gestern um 15 uhr habe ich den gipfel des mtn katahdin erreicht.
bin die letzten 150 meilen mit einem anderen hicker, traintrack, zusammen gegangen. die 100 meilen wildnis haben wir gut ueberstanden. die letzten tage haben wir jeweils ueber 30 kilometer pro tag gehickt. vorgestern waren es sogar 37 km. gestern sind wir um 4 uhr aufgestanden, 10 meilen zur rangerstation gegangen und dann auf den berg gekrazelt. es war sehr anstrengend. eine richtige kletterei. je weiter oben wir kamen om so mehr wind hatte es. auf der hochebenen wehte er so stark, dass wir ab und zu halten musseten und uns mit den stoecken abstuetzen mussten um nich umzufallen. leider hatten wir auch keine sicht da die wolken ueber den berg kamen. aber wir schafften es trotz wind und wetter.
fuer die naechsten tage haben sie noch schlechteres wetter und scheefall angesagt. deshalb sind wir so rasch und weit gegangen. wenn es kalt und eisig wird kann man nicht auf den berg. zu steil und rutschig ist es. den abstieg haben wir ueber eine andere route gemacht. zuerst sehr steil und kletterig dann aber zum glueck ein recht guter weg. am abend wurden wir von freundlichen menschen gefahren. zuerst zur rangerstation und von dort nach millinocket. einem kleinen ort und doch der groesste weit und breit. dort bin ich in einem hostel und schaue wegen einem flug in die schweiz. dann werde ich nahc bosten fahren und von dort fliegen. da die fluege ueber das wochenende teurer sind schaue ich ob ich anfan naechste woche zurueck komme oder ob ich es noch diese woche eine flug finde. gebe euch denn bescheid.

bin nach den vielen km etwas ausgelaugt aber jatzt habe ich zeit mich etwas zu erholen.

viele liebe gruesse
aus maine

ch, erich, vater, eh